Wie funktioniert Rugby?
Rugby ist ein nach der englischen Stadt Rugby (Avon) benanntes Mannschaftsspiel
mit einem eiförmigen, 400 bis 440 Gramm schweren Lederhohlball.
Jede Mannschaft ist bestrebt, den Ball im gegnerischen Malfeld abzulegen und so "Versuche" (engl. Tries") zu erzielen. Die Spieler dürfen den Ball tragen, treten oder werfen (allerdings nur nach hinten).
Beim Rugby trägt man ein Jersey, Shorts, Kniestrümpfe und Fußball- oder spezielle Rugbyschuhe. Die Spieler können auch Mundschutz und Schienbeinschützer tragen. Man darf nichts anhaben, womit man seinen Gegner verletzen kann. Die Stollen dürfen maximal 18mm lang sein.
Auf einem Spielfeld von 68,40 Meter Breite und 100 Meter Länge treten sich zwei Mannschaften gegenüber: jeweils 15 Spieler pro Mannschaft bzw. 7 Spieler beim 7er Rugby. Erweitert wird das Spielfeld durch das gegnerische Malfeld, das sich hinter den zwei Mallinien befindet, auf denen jeweils ein Mal (ein Tor mit 5,60 × 3 Meter großen Stangen, die über die Querstange min. 50 Zentimeter verlängert sind) steht. So sieht das Spielfeld aus:

Regeln: Der Ball darf niemals vorwärts geworfen werden. Raumgewinn kann daher nur durch das Laufen mit dem Ball und das Kicken des Balls erzielt werden. Rückpässe erfolgen meist schräg, um eine freie Laufposition zu erreichen. Der Verteidiger versucht währenddessen, durch Tackling bzw. Tiefhalten des balltragenden Spielers den Angriff aufzuhalten und den Ball zu erobern. Nur der Ballträger darf vom Gegner bedrängt, gestoßen, gedrückt oder gehalten werden. Wird ein Spieler gefasst und geht zu Boden, muss er sich sofort vom Ball trennen.
Ein Tackling sieht so aus:

Punkte: Ein geglückter Versuch, den Ball im gegnerischen Malfeld abzulegen, wird mit fünf Punkten belohnt. Wird der Ball anschließend mit einem Fußtritt über die Quermalstange - durch einen place-kick (vom Boden aus) oder drop-kick (aus der Hand, wenn der Ball senkrecht zu Boden fällt) - geschossen, so ist dies ein Treffer mit zwei weiteren Punkten (Erhöhungstritt). Regelverstöße (z. B. Beinstellen) werden mit einem Straftritt geahndet, der, wenn er erfolgreich über die Quermalstange geschossen wird, drei Punkte ergibt.
Nach Spielunterbrechungen gibt es zwei Standardsituationen:
Zum einen gibt es das sog. Gedränge (oder engl. "scrum"), bei dem sich die Stürmer der Mannschaften gebeugt gegenüber stehen und den von außen eingeworfenen Ball mittels Vorwärtsdrängen zu erobern suchen.
Ein Scrum im 7-er Rugby sieht so aus:

Zum anderen gibt es die Gasse (engl.: "Line-Out"), bei der der Ball vom Seitenaus eingeworfen wird. Der Einwurf muss in gerader Linie erfolgen, kann aber in Länge und Höhe variieren.
Eine Gasse im 7-er Rugby:
